Di. Jul 27th, 2021

Deutschland ist mit einem überzeugenden Sieg in die Eishockey-WM gestartet. In der lettischen Hauptstadt Riga ließ das DEB-Team Italien keine Chance.

Nach dem höchsten WM-Sieg überhaupt gegen Außenseiter Italien zum Turnierstart müssen Deutschlands Eishockey-Cracks für den geplanten Coup nur 20 Stunden später schon wieder nachlegen. Auf das deutliche 9:4 (2:2, 5:0, 2:2) gegen die Corona-geplagten Azzurri folgt am Samstagmittag gegen Norwegen (11.15 Uhr/im Liveticker bei t-online) die härtere Aufgabe. Gegen die nach 15 Corona-Fällen ersatzgeschwächten Italiener ohne Chefcoach waren am Freitag in Riga der zum besten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gekürte Marcel Noebels gleich zweimal (35. Minute/39.), sowie Tom Kühnhackl (16.), Moritz Müller (19.), Tobias Rieder (25.), Frederik Tiffels (28.), Lukas Reichel (38.), Matthias Plachta (43.) und Leo Pföderl (49.) erfolgreich.

Schönheitsfehler waren die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Berlins Jonas Müller nach einem Bandencheck und insgesamt vier Gegentore durch Alex Petan (18.), Luca Frigo (19.), Anthony Bardaro (44.) und Kapitän Daniel Frank (45.). Felix Brückmann im deutschen Tor kam zu seinem WM-Debüt. Der 30-Jahre alte Ersatzmann der Adler Mannheim hatte den Vorzug vor Mathias Niederberger vom deutschen Meister Eisbären Berlin erhalten. Der beste deutsche DEL-Keeper dürfte gegen Norwegen zum Zug kommen.

Der Start ins Spiel gegen die Italiener, die ohne etliche Stammkräfte und unter anderem zunächst auch noch ohne Cheftrainer Greg Ireland auskommen mussten, verlief für die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm noch holprig. Erst ein beherztes Nachsetzen von Mannheims Nico Krämmer ermöglichte die Führung. Der zweimalige Stanley-Cup-Champion Kühnhackl erzielte viereinhalb Jahre nach seinem zuvor letzten Länderspiel sein viertes Tor im erst sechsten Einsatz für Deutschland. 2016 hatte der 29 Jahre alte WM-Debütant an selber Stelle eines des wichtigsten jemals für Deutschland erzielten Tore überhaupt geschossen: Den 3:2-Siegtreffer im entscheidenden Olympia-Qualifikationsspiel gegen Gastgeber Lettland, der das Silber-Wunder von Pyeonchang erst möglich gemacht hatte.

Von admin

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